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Schach ►
[ 15.04.2018 ]
Regionalliga Ost
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Wie heißt es in solchen Situationen zutreffend: Es hat nicht sollen sein! Zwei Runden vor Schluss der Saison 2017/18 sah alles für die Strausberger Königsjäger bestens aus. Sie lagen mit drei Mannschaftspunkten Vorsprung auf Platz 3, brauchten also noch einen Matchball zu verwandeln. Und dieser Mannschaftssieg sollte eigentlich schon auswärts gegen den SC Schwedt errungen werden. Doch diese erste Chance wurde nicht genutzt, denn das Team um Mannschaftskapitän Frank Degebrodt verlor recht unglücklich 3,5:4,5. Auf einmal gab es zwei ernst zu nehmende Verfolger mit dem ESV Eberswalde III und Motor Eberswalde, die nur noch einen Punkt zurück lagen.
Nun war für den KSC also ein Sieg gegen den Tabellenletzten BSG Stahl Eisenhüttenstadt im letzten Punktspiel Pflicht, um zum zweiten Mal seit dem Aufstieg in die Regionalliga Ost auf dem Bronzeplatz zu landen. Dass die beiden Lokalrivalen aus der Kreisstadt im Landkreis Barnim sich nämlich 4:4 trennen würden, war nicht anzunehmen.

Um es vorweg zu nehmen. Leider ging das Heimspiel am 15. April wie schon gegen die Schwedter erneut 3,5:4,5 verloren. Da der SV Motor Eberswalde die dritte Mannschaft des Lokalrivalen ESV hoch mit 6,5:1,5 bezwang, hätte allerdings schon ein Mannschaftssieg her gemusst.

Die Chancen waren übrigens sehr gut dafür, denn die Eisenhüttenstädter traten nur mit sieben Mann an, sodass es nach einer halben Stunde 1:0 für die Gastgeber stand. Am siebten Brett hatte wenig später der zehnjährige Anton Mras eine Gewinnstellung auf dem Brett, aber so grausam ist Schach. Nach einem Blackout war zunächst noch ein halber Punkt drin, der sich dann aber auch in Luft auflösen sollte. Frank Degebrodt und Andreas Völschow an den Spitzenbrettern sorgten jeweils für ein Unentschieden, und als Boris Bernwald seine Partie an Brett 5 gewann, sah es erneut gut aus, zumal beim Stand von 3:2 Carsten Meyer an Brett 4 mit viel Glück für einen weiteren halben Punkt. So hing alles von Raymund Stolze (Brett 3) und Alois Leichter (Brett 5) ab. Einer musste gewinnen oder zwei halbe Punkte geholt werden. Beide gingen dann aber leer aus, und so war eine nicht erwartete Niederlage perfekt. So bleibt am Ende Platz 4 für die Strausberger, was durchaus beachtlich ist, obwohl mehr drin war.

Was die Einzelergebnisse angeht, so war Carsten mit sechs Punkten aus acht Partien bester Mann in der abgelaufenen Spielzeit.

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