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[ 11.06.2019 ]
Zum 16. Mal reisten die Volleyballer des KSC Strausberg nach Chodzie?
Das letzte Zusammentreffen mit unseren polnischen Sportfreunden liegt ein halbes Jahr zurück und die Zeit ist gekommen, um unseren Gegenbesuch anzutreten. Leider konnten in diesem Jahr unsere Sportfreundin Carmen Koschke und Sportfreund Andreas Dubberke nicht mit uns auf Reise gehen, da beide kurzfristig verhindert waren. Also machten sich die Sportfreunde Andreas Mischnik, Thomas Schack, Sebastian Völker, Mark Trommer, Thomas Meurer und Jörg Weller auf den Weg nach Chodzie?.
Am Freitag, den 17.05.2019, trafen wir uns bei Thomas Schack in Wilkendorf. Jörg hatte zuvor Mark eingesammelt und zu fünft fuhren wir gegen 14.00 Uhr Richtung Grenze. Mit Thomas Meurer hatten wir uns in Jahnsfelde verabredet, hier sollte er zu uns stoßen. Gut gelaunt und bestens ausgestattet bestiegen wir Andreas sein Auto. Wir hatten Strausberg noch nicht verlassen, da wurden wir schon von der Polizei angehalten. Eine junge Polizeianwärterin ließ sich die Zulassung und Führerschein zeigen und auch ein Alkoholtest stand für Andreas auf dem Programm. Amüsiert von dem Zwischenstopp nahmen wir nun die Fahrt Richtung Jahnfelde auf.
Thomas meldete sich zwischendurch schon bei uns, um zu erfahren, wann wir in Jahnfelde eintreffen werden. Wir sollten uns etwas beeilen, da hinter seinem Auto bereits ein Streifenwagen der Polizei Stellung bezogen hat. Nach einer etwas komplizierten Anfahrt erreichten wir nach 1,5 Stunden wohlbehütet die Grenze in Küstrin. Mark nahm bei Tommy im Auto Platz und dann ging es endlich los.
Die ersten Kilometer auf polnischem Territorium waren absolviert, als Musch zum Telefon griff und seinen polnischen Bekannten anrief, um sich nach der Verkehrslage auf der Landstraße Richtung Gorzow zu erkundigen. Am Telefon meldete sich der Bekannte und erklärte er sei ebenfalls auf dem Heimweg. Die Antwort auf die Frage, ob die Polizei an der Strecke steht, war positiv:
…“ nein keine Problem, kannst du fahren, keine Polizei zu sehen“.
Wir waren noch nicht all zulange gefahren, da kam schon der erste Anruf aus Tommys Auto mit der Bitte mal rechts ran zu fahren. Das Führungsfahrzeug kam dieser Bitte nach und wir legten eine Pause ein.

Mit lautem Hupen fuhr ein Mercedes Sprinter an uns vorbei. Musch, Völki und Schacki waren sich sofort einig, das war M., der fährt jetzt nach Hause. Auf meine Nachfrage, wer das sei, wurde ich aufgeklärt, dass das ein guter Bekannter ist, der sich viel in Deutschland aufhält und meinen Begleitern gut bekannt sei. Erschrocken mussten wir feststellen, dass das vermeintliche Vorausfahrzeug hinter uns fuhr und die Aussage über die Polizeikräfte auf der Strecke uns nicht so wirklich geholfen hätte. Belustigt von dieser Einlage setzten wir unsere Fahrt fort und konnten nach einigen Kilometern zu M. aufschließen. In einem weiteren Telefonat erfuhren wir, dass wir gerne zum Abendbrot vorbeikommen könnten, M. hat noch Hühnchen dabei, die er zum Beweis aus dem Auto hielt.
Mit einem weiteren Angebot : … „kannst du kommen, habe ganzen Schrank voll Schnaps“ trennten sich unsere Wege hinter Gorzow. Nach gefühlten weiteren 10 Pausen und einem Hotdog erreichten wir gegen 19.00 Uhr unser Ziel.
Die Zimmer waren schnell in unserem Hotel bezogen. Musch und Mark bezogen jeweils ein Einzelzimmer und Völki musste sich mit Schacki ein Zimmer teilen. Tommy und Jockel teilten sich das andere Zweibettzimmer. Für die nächsten Tage sollte das „U Kota Wasyla“ unser Quartier sein.

Den Abend verbrachten wir nach einem guten Abendessen im hauseigenen Restaurant. Unser Gastgeber, Steffen Pulsack, ließ es sich nicht nehmen und kam zur Begrüßung ebenfalls ins Hotel.
Hier saßen wir noch einige Stunden gemeinsam und plauderten über die vergangenen 6 Monate und besprachen auch den Ablauf des kommenden Tages.
Am Sonnabend trafen wir uns um 9.00 Uhr zum Frühstück. Von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr unternahmen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt. Wir mussten feststellen, dass am heutigen Tag eine Sportveranstaltung im Bereich des Sportgeländes an der Schwimmhalle durchgeführt wurde. Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich Jung und Alt zu den angesetzten Laufwettbewerben. Auf dem Gelände trafen wir unter anderem Magda B., die sich auf ihren Wettkampf vorbereitete. Wie am Abend zu erfahren war, belegte Magda den 3. Platz in ihrer Altersstufe. Mit der Zeit von 23 Minuten über 5000m war sie sichtlich zufrieden.
Zu 12.00 Uhr waren wir bei unserem Gastgeber zu Hause eingeladen. Seine Frau hatte einen leckeren Kuchen gebacken. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen verging die Zeit rasend schnell, denn um 14.00 Uhr mussten wir in der Sporthalle sein.
Steffen hatte die Auslosung der Mannschaften vorbereitet. Wie bereits im vergangenen September in Strausberg, wurden die Spieler in verschiedene Lostöpfe verteilt. Diesmal übernahm Jockel die Aufgabe der Lottofee. Nachdem alle Spieler den 4 Mannschaften zugelost waren, konnte Grzegorz S. die Begrüßung der Mannschaften vornehmen und das Turnier eröffnen.

Nach einer kurzen Aufwärmphase begannen die Spiele. Es wurde auf zwei Feldern parallel gespielt. In meinem ersten Spiel zeigte sich, dass unsere Idee vom Spiel, alle teilnehmenden Spieler entsprechend ihrer Fähigkeiten gleichmäßig auf die Mannschaften zu verlosen, wieder aufgeht. Die ersten beiden Sätze wurden geteilt, sodass der Tie- Break entscheiden musste, den meine Mannschaft leider mit 25 : 23 verlor. Unser Thomas Sch. war bereits mit einem ledierten Knie angereist, was der Belastung im Spiel nicht standhielt, sodass er nach dem ersten Spiel passen musste und wir das Turnier mit 5 Spielern fortsetzten. Das Fehlen eines Spielers sollte sich auf Dauer bemerkbar machen. Über gute Szenen kamen wir nicht hinaus, obwohl unsere Mitstreiter um Marek und Darek aufopferungsvoll kämpften. Als Team waren wir dennoch super!

Nachdem alle Mannschaften gegeneinander gespielt hatten, stand der Gewinner des Turnieres fest. Die Auswertung erfolgte im Rahmen unserer Abendveranstaltung im Fischrestaurant“ Tawerna“ in Rataje.

Den ersten Platz belegte das Team von Kamil J. mit 8 Punkten. Zweiter wurde das Team Bartek B. mit 6 Punkten. Den 3. Platz belegte das Team von Steffen P.. Sieger der Herzen wurde das Team um Marek P.. Auch in der abendlichen Auswertung waren wir und einig, es hat viel Spaß gemacht und die Freude an dem gemeinsamen Spiel stand im Vordergrund. Bemerkenswert war, dass es trotz des Fehlens eines Schiedsrichters, sehr ruhig zuging und man sich schnell zu den Spielsituationen verständigte.
Nach einem hervorragenden Abendessen, gingen wir zu den individuellen Gesprächen über. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich Gesprächsrunden suchen und finden. Nach dem einen oder anderen „Wässerchen“ lockert sich die Zunge, und vergessen geglaubte Vokabeln finden sich wieder ein. Wenn es gar nicht mehr weiter geht, sind Magda und Steffen ja auch noch da, die mit ihren Deutschkenntnissen über alle Sprachhürden helfen. Der Abend verging wieder wie im Fluge. Alle Anwesenden waren sich einig, dass war wieder eine gelungene Veranstaltung. Die Verabredung für den September in Strausberg steht. Die anwesenden Frauen waren sich einig geworden, dass sie ihre Männer im September begleiten wollen.
Weit nach Mitternacht beendeten wir den schönen Abend nicht ohne noch einmal gemeinsam gesungen zu haben. Anja brachte uns mit ihrem Auto noch nach Hause, dafür ein extra Dankeschön.
Am Sonntag trafen wir uns erneut zum gemeinsamen Frühstück, ehe es Richtung Poznan und dann auf die Autobahn Richtung Frankfurt/Oder ging. Nach einer kurzweiligen Fahrt mussten wir uns um Frankfurt noch einmal etwas gedulden, da ein Unfall eine schnelle Weiterfahrt verhinderte.
Kurz nach 14.00 Uhr waren wir wieder in Wilkendorf angekommen. Hier trennten sich unsere Wege, nachdem wir Tommy bereits in Hasenfelde verabschiedet hatten. Ein schönes Wochenende ging zu Ende. Vielen Dank dafür und bis zum September in Strausberg.

J.W.

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